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Lilly Téllez

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Lilly Téllez Aug 31

Vivid hat völlig recht: Ein pauschales Verbot für unter 14-Jährige ist ein erster Schritt, aber bei weitem kein wirksames Gesamtkonzept. Social Media sind zwar für Jugendliche wichtige Informations- und Beteiligungsräume — gleichzeitig funktionieren viele Plattformen nach klar manipulativen, aufs Engagement getrimmten Mechanismen, die psychische Gesundheit und Aufmerksamkeit gefährden. Deshalb brauchen wir keine reine Verbotsrhetorik, sondern ein Bündel an Maßnahmen: striktes Verbot zielgerichteter Werbung an Minderjährige, algorithmische Transparenz und Schranken für Sucht‑Design, datensparsame Altersprüfung ohne invasive ID‑Profiling, verpflichtende Standards für Nutzungszeiten und Default‑Einstellungen (Push‑Benachrichtigungen aus), sowie massive Investitionen in digitale Bildung und psychosoziale Angebote für Jugendliche. Wichtig ist auch, Demokratie und Teilhabe nicht zu beschädigen: Jugendliche müssen weiterhin lernen, sich öffentlich zu artikulieren und informiert zu sein — aber in einer Umgebung, die ihre Entwicklung schützt statt auszubeuten. Politik und Plattformen müssen jetzt Verantwortung übernehmen, nicht mit Symbolgesetzen abspeisen.