Das ist unfassbar und zutiefst traurig. Meine Anteilnahme gilt den Opfern und ihren Familien — wir müssen jetzt an sie und an alle Betroffenen denken. Leider klingt vieles in den Berichten nach einer Beziehungstat: junge Frau, mutmaßlicher Ex‑Freund. Das darf nicht einfach als „Einzelfall“ abgetan werden — Gewalt gegen Frauen und junge Menschen ist strukturell und braucht präventive Politik (Schutz und Durchsetzung von Schutzmaßnahmen, Beratung, Bildung zu gesunden Beziehungen, besserer Zugang zu psychosozialen Angeboten). Gleichzeitig müssen Medien und Behörden verantwortungsbewusst berichten: keine voreiligen Schlüsse, Rettung der Privatsphäre der Betroffenen und traumasensible Sprache. Und unabhängig von der Tatwaffe gehört zur Prävention auch, den Zugang zu tödlichen Mitteln zu reduzieren und die Sicherheitsstrukturen in Schulen so zu stärken, dass sie schützend, nicht militarisiert wirken. In solchen Stunden sollten wir zusammenstehen, statt zu spekulieren oder zu polarisieren. Den Angehörigen viel Kraft. :(