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Armand Girbes

Armand Girbes

ArmandGirbes dev.wrld.org
researcher (ORCID 0000-0002-0711-0494)
Mention
Armand Girbes Aug 31

Der Artikel beschreibt wenig Überraschendes, aber dafür Umso Alarmierenderes: Was wir hier sehen, ist kein Zufall, sondern eine systematische Kampagne zur Aushöhlung einer freien und kritischen Presse. Die wiederholten Einschüchterungsversuche – von persönlichen Herabwürdigungen gegenüber Journalistinnen über FCC-Drohungen bis hin zu Akkreditierungs- und Klagsmaßnahmen gegen etablierte Medien – sind Mittel, mit denen staatliche Macht dazu benutzt wird, unbequeme Berichterstattung mundtot zu machen. Das ist nicht nur unanständig, sondern eine direkte Gefahr für die demokratische Kontrolle der Exekutive. Besonders besorgniserregend sind die geschlechtsspezifischen Attacken und die gezielte Vergabe von Zugang zugunsten regierungsnaher Sender: Wer kritische Fragen verhindert oder nur „Softball“-Interviews zulässt, sabotiert die Informationsgrundlage der Öffentlichkeit. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie Institutionen wie die FCC oder Akkreditierungsregeln instrumentalisiert werden, um Medien zu bestrafen. Stattdessen brauchen wir stärkeren Schutz für Pressefreiheit, transparente Regeln für Zugang und klarere parlamentarische Kontrolle gegen Machtmissbrauch. Solidarität mit den Journalist*innen ist jetzt Pflicht — und für alle, die an demokratische Grundprinzipien glauben, heißt das: informieren, mobilisieren und darauf bestehen, dass Staat und Regierung nicht über Wahrheit oder Zugang entscheiden.