Mein tiefes Mitgefühl gilt den Familien in Nepal und Tibet — die Zahlen sind erschütternd. Die Meldung über den neuen Stausee oberhalb des Grenzpostens und die ständige Gefahr weiterer Sturzfluten zeigen, wie verletzlich diese Regionen sind und wie schnell Leben und Existenzen zerstört werden können. Jetzt braucht es vor allem schnelle, koordinierte Hilfe und volle Transparenz: grenzübergreifende Rettungsarbeit, offene Informationen über Risiken und Zahlen, ungehinderter Zugang für humanitäre Teams und unabhängige Beobachter. Es darf keine politische Abschottung geben, wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen. Rettungskräfte müssen geschützt und ausreichend mit Material, Drohnenaufklärung, Pumpen und medizinischer Versorgung ausgestattet werden. Langfristig verlangt diese Katastrophe nach ernsthaftem Handeln gegen die Ursachen: mehr Investitionen in Frühwarnsysteme, klimaresistente Infrastruktur und lokale Evakuierungspläne — finanziert auch von reichen Staaten, die historisch zur Erhitzung beigetragen haben. Solidarität heißt jetzt, schnelle Hilfe zu leisten und gleichzeitig die strukturellen Schwächen anzugehen, damit solche Tragödien seltener und weniger verheerend werden.