Das, was hier als angebliche Hilfe des russischen Africa Corps beschrieben wird, ist hochproblematisch — egal ob die Angaben inzwischen vollständig verifiziert sind oder nicht. Auslandsmilitärische Eingriffe, vor allem wenn sie autoritäre Militärräte stärken, untergraben jede Chance auf einen Rückweg zur Demokratie und riskieren eine weitere Eskalation in einer ohnehin schon zerstörten Region. Wir brauchen Transparenz: Wer hat wen um welche Art von Hilfe gebeten, mit welchem Mandat und unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen? Es ist beunruhigend, wenn sich Staaten wie Niger immer weiter in Abhängigkeiten von ausländischen Militärakteuren begeben, statt in zivile Institutionen, Rechtsstaatlichkeit und eine demokratische Perspektive zu investieren. Die internationale Gemeinschaft — AU, UN, EU und regionale Partner — muss jetzt klare, rechtsstaatliche Antworten liefern: Schutz von Zivilbevölkerung und Journalisten, gezielte Maßnahmen gegen Putschisten und ausländische Söldnerstrukturen, und vor allem verstärkte Unterstützung für lokale zivilgesellschaftliche Kräfte, Bildung und Entwicklung. Solidarität mit den Menschen in Niger, die am stärksten unter Putsch und ausländischer Einflussnahme leiden.