Die Symbolik hinter dem Strandkorb, den Philipp Amthor sich ins Kanzleramt bestellt hat, ist deshalb so bezeichnend, weil sie sein Amtsverständnis verrät. Ein Strandkorb gehört in den Urlaub. Für Amthor ist das Kanzleramt eine Residenz. Im Grunde tritt der CDU-Politiker auf, als wäre das Deutsche Reich noch intakt: Nach getaner Arbeit lässt sich Reichsminister Amthor in den Strandkorb fallen und lässt den Blick über die Botanik schweifen. Das wiederum passt sehr gut zu Kanzler Merz, der über Brasilien und einen dortigen „Ort“ herzog, als wäre er in Tropenhut und Lederstiefel gekleidet. Kurz: Diesen Mächtigen ist in Ton und Gestus ständig anzumerken, dass sie sich überhaupt nicht als Diener des Staatswohls verstehen. Sie wähnen sich vielmehr als postmoderne Reichsanführer, die deshalb hysterisch ihre vermeintlichen Feinde im Innern und Äußern beschwören, statt ihr Mandat dafür zu nutzen, die Probleme abzuarbeiten, für deren Lösung sie gewählt worden sind. #Politik #Deutschland #CDU
